Erlaubtes und Verbotenes im Islam

 

Wir haben dir den Koran nicht darum hinabgesandt, daß du leiden sollst, sagt Gott in der Sure 20 Vers 3 des Korans, vielmehr ist er eine Ermahnung für den, der Gutes tun möchte. In ihm hat Gott grundlegende Regeln über das dem Heiligen Propheten Mohammed (Frieden sei auf ihm) offenbart, was den Menschen nutzt und was ihnen schadet. In ihm hat Gott die Wege zur ständigen Verbesserung des Menschen aufgezeigt, aber auch das, wovor er sich hüten soll, damit er nicht untergeht. Das, was Gott verboten hat, ist ein Mittel der Prüfung.

Grundsätzlich hat der Heilige Prophet Mohammed (Frieden sei auf ihm) erläutert, daß denjenigen das Paradies zukomme, die nicht ihren Mund und ihr Geschlecht verunreinigen, indem sie mit diesen Körperteilen Unerlaubtes begehen.

Das eine betrifft die Nahrung des Menschen. Dazu führt Gott aus, daß der Mensch beim Essen und Trinken das Maß nicht überschreiten soll. Insbesondere darf er kein Schweinefleisch zu sich nehmen, da dieses Fleisch unrein ist (die Ärzte bestätigen, daß Schweinefleisch den geringsten Nährwert hat und daß sein Genuß viele Krankheiten nach sich zieht). Neben dem Schaden für den Körper verursacht Schweinefleisch aber auch einen Schaden für die Seele. Jedes Nahrungsmittel beinhaltet eine Eigenart aufgrund der Beschaffenheit, mit der es ausgestattet ist und durch die es entsteht. Das Schwein verhält sich abstoßend, insbesondere seine sexuellen Eigenheiten sind verwerflich. Das wirkt sich auf den aus, der es ißt. Indes ist es gestattet, sein Fleisch zu essen, wenn sonst Gefahr für Leib und Leben besteht, weil keine andere Nahrung zur Verfügung steht.

Als weiteres verbietet Gott im Koran alle Rauschmittel, die den Menschen aus seinem Gleichgewicht bringen können und ihn zu Handlungen anstacheln, die verheerend sind. Nicht nur Alkohol in all seinen Formen, auch Drogen wie Haschisch, LSD, Ecstasy, Heroin, Opium und Kokain sind streng verboten. Die Schäden, die Rauschmittel nach sich ziehen, sind unermesslich. Nicht nur für denjenigen, der sie nimmt, sondern auch für die Gesellschaft. Nicht verboten ist Tabak, aber es gilt als unerwünscht zu rauchen. Indes kann Tabak bei bestimmten Nervenkrankheiten ein Heilmittel sein.

Verboten ist außerdem das Fleisch von Tieren, die in der Natur verendet sind, sowie das Essen von etwas, über das ein anderer Name als der Gottes angerufen wurde. Dies ist Verderben bringend für die Seele. Großen Wert legt Gott auf sexuelle Reinheit. Streng verboten ist der voreheliche und außereheliche Verkehr. Die Menschen sollen früh heiraten, um keusch zu bleiben. Sie sollen ihre Reize nicht vor fremden Menschen enthüllen und die Augen nicht wild umherschweifen lassen. All dies lenkt von der Entfaltung der spirituellen Kräfte ab und hindert den Menschen, ein moralisch einwandfreies Leben zu führen, das ihm Glück und Zufriedenheit garantiert und dazu beiträgt, in der Gesellschaft Frieden zu stiften. Zölibat und Mönchstum sind verboten. "Wer nicht heiratet, ist nicht von mir", hat der Heilige Prophet Mohammed (Frieden sei auf ihm) gesagt. Der Mensch soll sich vor einer Überflutung durch Sinnlichkeit erregenden Reizen bewahren. Unsittliche Darstellungen durch Schrift und Bild, durch Theater und Kino sind nicht erlaubt. Als schädlich verurteilt der Islam auch das Glücksspiel. Dadurch wird der Mensch zu Illusionen verführt, die ihn daran hindern, sich realistisch den Anforderungen der Welt zu stellen. Lotto und Toto, Lose und alle Formen des Glückspiels wie Roulett, Kartenspielen um Geld usw. sind verboten. Unerlaubt ist auch das Verleihen von Geld gegen Zinsen und das Aufnehmen von Geld gegen Zinsen. Wer in den heutigen Wirtschaftssystemen ohne solche Wege nicht existieren kann, soll zumindest den Zinsen entsprechend Geld für das Allgemeinwohl, zumal für die Verbreitung der göttlichen Wahrheit des Korans zur Verfügung stellen. Handel ist erlaubt. Erlaubt ist es den Eheleuten, aneinander körperlich auf welche Art auch immer, mit Ausnahme eines Verkehrs, der nicht zur Zeugung führen könnte, Gefallen zu finden. Abtreibung, es sei denn, es besteht Gefahr für das Leben der Mutter, ist ab dem 4. Schwangerschaftsmonat verboten. Unter bestimmten Bedingungen sind Verhütungsmittel erlaubt, aber die Ehepartner sollen nicht aus Angst vor Armut verhindern, daß sie Kinder bekommen.

Gesellschaftliche Vergnügungen wie Theater, Kino, Musikalische Darbietungen sind gestattet, falls ihre Inhalte den Lehren Gottes nicht zuwiderlaufen. Darauf zu achten ist, daß innerlich und nach Möglichkeit auch äußerlich darauf geachtet wird, daß die Schamgrenzen im Umgang der Geschlechter eingehalten werden. Gemischte Partys, Tanzen mit Fremden etc. ist nicht erlaubt. Kurzum, alles, was den Menschen davon abhält, seiner hohen Bestimmung gerecht zu werden, ist verboten, und alles, was ihn bei der Entfaltung seiner guten Eigenschaften fördert, ist erlaubt.

Weisheit zu erlangen, wo immer man sie findet, lehrte zudem der Prophet. Und er sagte: Wissen zu erwerben ist eine Pflicht für Mann und Frau. Im diesem Sinne öffnet der Islam der Wissenschaft und Forschung alle Türen, verbietet aber die Manipulation an der von Gott gegebenen Natur. Fehler in der Natur können aber zum Wohle das Menschen korrigiert werden. Der Heilige Qur-ân und Gottesfurcht sind dabei die wesentlichen Leitlinien.

von

Hadaytullah Hübsch

Verlag der Islam

 

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