Häufig gestellte Fragen über Islam

Frage : Aus welchen Gründen glauben Sie, dass Jesus nicht an Kreuz gestorben ist ?

ANTWORT: Wir glauben an Jesus Christus als einen wahren und rechtschaffenen Propheten Allahs. Nach der Bibel kann kein wahrer Prophet Gottes die Schande eines Kreuzestodes erleiden. In der Bibel lesen wir. dass ein falscher Prophet - und nicht ein wahrer - am Kreuz sterben solle. Der erste Grund ist also, dass wir Jesus als einen rechtschaffenen Menschen betrachten. Nach der Bibel gestattete es Gott nicht, dass einem solchen Menschen ein unwürdiges Ende bereitet würde

Der zweite Grund ist, dass die biblische Erzählung des Kreuzigungsvorganges nur den einen Schluss zulässt, dass Jesus vor dem Kreuzestod bewahrt wurde. Wir müssen drei Zeitabschnitte einer näheren Betrachtung unterziehen:

a.   die Zeit vor der Kreuzigung,

b.   die Zeit während des Kreuzigungsvorganges

c.   die Zeit nachher.

Nun wollen wir auf Grund der Bibel aufzeigen, welches Ende wir für Jesus erwarten können.

Erstens: Bevor Jesus ans Kreuz genagelt wurde, hatte er zwei Prophezeiungen gemacht. Die erste lautete, die Leute verlangen von ihm ein Wunder, aber sie werden nur das Wunder von Jona zu sehen bekommen. Seine zweite Prophezeiung lautete, dass er seine Leute verlassen und zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel auswandern werde

Aus der ersten Prophezeiung schließen wir, dass wenn er - wie wir es glauben - ein wahrer Prophet war, sein Wunder dem Wunder des Propheten Jona ähnlich sein müsste. Jona blieb im Bauch des Fisches wahrend dreier Tage und Nächte im lebendigen und nicht im toten Zustand ungeachtet der Tatsache, dass die Umstände unweigerlich seinen Tod herbeigeführt hätten. Aus einer offensichtlich unmöglichen Lage kam Jona lebendig hervor. Das war. was Jesus mit seinem Wunder gemeint hatte, nämlich: Er werde in einer Lage und unter solchen Bedingungen sein, aus denen nach menschlichem Ermessen niemand lebendig herauskommen könne, er werde jedoch am Leben bleiben, weil Gott ihm dies mitgeteilt hätte. Jona auferstand nicht nach dem Tod, sondern er blieb am Leben. Diesen Parallelfall müssen wir vor Augen halten.

Jetzt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Wo waren diese? Bestimmt nicht im Himmel, denn jedermann weiß, dass sie nicht in den Himmel gefahren waren. Es handelte sich um jene Leute des Hauses Israel, die zu einem früheren Zeitpunkt nach anderen Ländern ausgewandert waren. Wie uns die christlichen Gelehrten berichten, waren diese Stämme gen Osten gereist, insbesondere nach Afghanistan und Kaschmir. Die Rassen, die wir in Afghanistan und Kaschmir antreffen, sind zweifellos jüdische,   israelische Stämme, weil ihr Gesicht Merkmale, ihre Nomenklatur, ihre Bräuche und Lebensgewohnheiten sich erheblich unterscheiden von denjenigen anderer Rassen in jenen Regionen. Sie alle gleichen dem alten Judenvolk. Sie waren somit die verlorenen Stämme Israels. Wenn, wie wir es glauben, Jesus ein wahrer Prophet war, hätte er nicht sterben können, ohne seine Prophezeiung zu erfüllen. Wenn er, wie Sie glauben, am Kreuz gestorben und dann in den Himmel gefahren sein sollte, dann hätte er nicht zu den verlorenen Stämmen Israels gehen können, und das Wort wäre nicht erfüllt.

Daraus müssen wir schliessen, dass Jesus Christus nach der Kreuzigung auf jeden Fall noch am Leben war, denn er hätte auch den Teil der Prophezeiung erfüllen müssen, die verlorenen Stämme Israels aufzusuchen.

Wenden wir uns nun dem Vorgang der Kreuzigung selbst zu. Jedermann weiß, dass nach der Praxis der Römer die zum Tode am Kreuz Verurteilten während dreier Tage und dreier Nächte am Kreuz hängen mussten. Das Kreuz war kein Schnellverfahren, um den Tod herbeizuführen. Dazu hätte man die Verurteilten auch durch das Schwert umbringen können. Bei der Kreuzigung handelte es sich um einen qualvollen Tod verbunden mit Tortur. Aus diesem Grunde hatten die Römer ein Verfahren ersonnen, wonach die Gekreuzigten während dreier Tage und dreier Nächte am Kreuz blieben und einen langsam schleichenden Tod durch Infektionen, Bluten, Schmerz, Hunger und Durst erlitten. Dies war nicht der Fall mit Jesus. Es wurde dafür gesorgt, dass er nicht länger als höchstens drei Stunden am Kreuz verbrachte. Die Bibel berichtet uns, dass er am Freitagnachmittag ans Kreuz genagelt und noch vor dem Sonnenuntergang abgenommen wurde. Im Herbst sind die Tage ohnehin kurz. Unter Aufbietung keiner Phantasie hätte Jesus für länger als drei

Stunden am Kreuz hängen können, eher weniger lang. Und zwischen drei Tagen und drei Stunden ist doch ein himmelweiter Unterschied Die Chancen, dass ein Mensch unter diesen Umständen überlebt, sind viel grosser als die Chancen, dass er stirbt. Dessen nicht genug: Die Bibel teilt uns ferner mit, dass, als seine Seite mit einer Lanze durchstochen wurde, daraus Blut und Wasser geflossen seien. Es ist unmöglich, dass Blut aus einem toten Körper herausfliesst, mag auch die Wunde noch so gross sein. Wir müssen daraus folgern, dass Jesus einen Scheintod erlitt, denn sonst hätten seine Anhänger niemals die Erlaubnis erhalten, seinen Körper in Empfang zu nehmen Gott hatte auf diese Weise den Weg zu seiner Rettung geebnet Dem Anschein nach war er tot, aber in Wirklichkeit befand er sich in einem Zustand der Bewusstlosigkeit, darum floss aus seiner Wunde Blut Gott wollte ihn am Leben erhalten. Soweit der Kreuzigungsvorgang.

Nach der Abnahme vom Kreuz wurden ihm die Beine nicht gebrochen. was die normale Prozedur war, wenn ein Verurteilter nicht lang genug am Kreuz gehangen hatte. Die Beine wurden jeweils gebrochen um den sicheren Tod herbeizurühren. Dieses Schicksal wurde aber Jesus erspart. Somit weisen sämtliche Indikatoren auf sein Überleben und nicht auf seinen Tod hin.

Auch nach der Kreuzigung nimmt die Geschichte einen konsequenten Verlauf. Nach der Kreuzesabnahme wurde Jesus im geheimen zunächst herausgeschmuggelt, und kein Jude durfte über seinen Aufenthaltsort etwas erfahren. Wenn Jesus nun wirklich tot war, dann sehen wir keinen Anlass zur Geheimhaltung. Man hätte seinen Leichnam einfach wegtransportieren und begraben können, ohne Sonder Maßnahmen zu treffen. Die vorherrschende Angst unter den Jüngern zeigt, dass Jesus noch am Leben war

Zweitens wurde sein Körper mit einer Salbe behandelt, deren Zusammensetzung all die bekannten Ingredienzien und Heilmittel enthielt die für die Behandlung der Wunden eines Patienten wie Jesus notwendig waren. Im Falle seines Todes am Kreuz hätte keine Notwendigkeit bestanden, eine derart hochwirksame Salbe für die Wunden zu verwenden

Dann erfahren wir, dass Jesus nach drei Tagen seinen Jüngern erschien, und zwar wiederum insgeheim zu einem Zeitpunkt, als seine Feinde nicht in der Nähe waren. Die Leute dachten, sie sähen nur einen Geist vor sich, worauf Jesus Christus sie aufforderte, ihn zu berühren und selbst fest zustellen, dass er kein Geist, sondern in seinem Fleisch und Blut war. Weiter erfahren wir, dass Jesus einige Menschen sah, die Brot und Fisch assen, und da er hungrig war, verlangte er von ihnen etwas zu essen. Die Bibel sagt, dass er dann Brot und Fisch ass. Kein auferstandener Gott hatte jemals Hunger und benötigte Brot und Fisch, um ihn zu stillen. Somit können wir allein auf Grund der Bibel nicht annehmen, dass Jesus am Kreuz starb.
 

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Deutsche Übersetzung des Heilige Qur-âns