Häufig gestellte Fragen über Islam

Frage : Wie begründen Sie das Alkholverbot im Islam ?

ANTWORT: Dass der Islam das Alkoholverbot erlassen hat, ist jedermann bekannt. Wenn man die schädliche Wirkung des Alkohols betrachtet, ist man nur froh und dankbar, dass der Islam in dieser wichtigen Angelegenheit eingreift und für ein Totalverbot eintritt. Der Qur-ân sagt:

Sie befragen dich über Wein und Glücksspiel. Sprich: «In beiden liegt grosser Schaden und auch einiger Nutzen für die Menschen; doch ihr Schaden ist grosser als ihr Nutzen. (2:220)

Der Prophet Mohammad sagt, dass das Verbotene auch in den kleinsten Mengen verboten ist (um die Heiligkeit des Verbots zu bewahren).

Nachfolgend bringen wir wenige Auszüge aus bekannten Lexika über die schädliche Wirkung des Alkohols.

Die «Encyclopaedia Britannica» schreibt:

«Beinahe alle Wirkungen des Alkohols sind seinem Einfluss auf das Nervensystem zu verdanken. Somit ist das unmittelbare Wohlgefühl die Folge von plötzlichem Erröten der Haut, welches die Empfindlichkeit gegen die Kälte zeitweilig unterdrückt, und die Empfindlichkeit gegen Unbehagen und leichtere Schmerzen wird stumpf. In grösserer Menge bewirkt der Alkohol ein Nachlassen der Selbstbeherrschung und des Verantwortlichkeitsgefühls, was die Erregung zur Folge hat. Mit steigender Alkoholisierung werden die Sinne beeinträchtigt, und dies führt zur Unfähigkeit, die körperlichen Bewegungen zu beherrschen, z. B. die des Gesichtsausdrucks. Auf einer weiteren Stufe der Alkoholisierung sind die geistigen Prozesse, wie Urteilskraft und Selbstbeherrschung, zeitweilig aufgehoben.» (l4th Edition, i. 540)

Die «Encyclopaedia ofReligions» schreibt:

«Der Alkohol ist ein Gift für das Protoplasma, das heisst für den weichen, lebendigen Stoff der kleinen Zellen bei Pflanzen, Tieren oder Menschen. Seine giftige Wirkung in stark verdünnten Lösungen ist leicht erkennbar bei den niedrigen Organismen... Die Nervenzellen des Gehirns, welche die höchstorganisierten und empfindlichsten Zellengewebe sind, zeigen die Wirkung des Alkohols sehr früh. Viele der besten Beobachter der eigenen Gemütsverfassung, wie Helmholtz und Huxley, haben sich heftig gegen die schädliche Wirkung des Alkohols auf das Gehirn, selbst in kleinen Mengen, geäußert. Es scheint, dass die so genannte «stimulierende» Wirkung eigentlich auf die Lähmung der feinsten Nervenzentren zurückzuführen ist, so dass Fröhlichkeit, Spass und Verwegenheit freies Spiel haben. Zahlreiche psychometrische Experimente, die mit grösster Genauigkeit durchgerührt wurden, beweisen, dass der Alkohol in kleinen, diätischen Dosen eine spürbare Lähmung des Gehirns bewirkt. Zuerst wird die geistige Verfassung angeregt, dann macht sich eine verzögernde Wirkung geltend, welche verlängert wird und die ersteren, scheinbar wohltuenden Wirkungen annulliert...

Allgemeingut ist das Wissen um die Zusammenhänge zwischen dem übermässigen Trinken und der Übertretung des moralischen sowie des staatlichen Gesetzes. Dieses ist die unmittelbare Folge der Lähmung der höheren Fähigkeiten, sowohl der intellektuellen wie der moralischen, und der sich ergebenden Befreiung der niedrigen Neigungen.» (Eth. i. 299-301)

Die «Jewish Encyclopaedia» schreibt:

«Der Alkoholismus ist ein wichtiger Faktor in der Verursachung von Krankheiten; und die Alkoholiker bilden schlimme Patienten bei allen Krankheiten. Bei den Epidemien ist die Sterblichkeit unter ihnen übermässig, und die allgemeine Widerstandskraft gegen Krankheit, Verletzung und Müdigkeit wird verringert.. Die nahe Verwandtschaft zwischen Alkoholismus und Verbrechen ist wohlbekannt, und die Statistiken von Baer, Kurella, Gallavardin und Sichart zeigen, dass 25 bis 85 aller Verbrecher Gewohnheitssäufer sind. Die Zahl der Selbstmorde in verschiedenen Ländern richtet sich nach dem Verbrauch von Alkohol... Die schlimmen Folgen der Trunksucht machen sich besonders bemerkbar in der Nachkommenschaft. Fallsucht (Epilepsie), Wahnsinn, Schwachsinn und andere Arten körperlicher, geistiger und moralischer Entartung sind unter den Nachkömmlingen der Alkoholiker unverhältnismäßig stark verbreitet.» (i. 533, 334)
 

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Deutsche Übersetzung des Heilige Qur-âns