Häufig gestellte Fragen über Islam

Frage : Was lehrt der Islam über die schon in Christentum enthaltene Lehre hinaus ?

ANTWORT: Wie schon bekannt, erhebt der Islam den Anspruch darauf, die Vollendung gebracht zu haben. Diese Vollendung bezieht sich sowohl auf die Ausführlichkeit einzelner Lehren als auch auf die Einführung neuer Lehren. Da die christliche Lehre sehr selten auf Einzelheiten eingeht, ist es fast unmöglich, die an Einzelheiten sehr reiche und jedes Gebiet des menschlichen Lebens erfassende Lehre des Islams mit ihr zu vergleichen.

Die islamische Lehre ist ein System, dessen einzelne Teile am besten blühen, wenn auch die anderen Teile der Lehre günstigen Boden haben Zum Beispiel hat der Islam für die Regelung der Wirtschaftsprobleme einen ganzen Apparat vorgesehen. Das moralische System des Islams ist ein Kapitel für sich. Er sagt z.B. nicht nur: Tue das - das tue nicht! Er führt den Menschen in seine Gedankenwelt, indem er die verschiedenen Aspekte eines Gebotes und Verbotes erörtert und so den Menschen darauf vorbereitet, in seinem eigenen Interesse danach zu handeln. Bei allem Guten handelt es sich um die stufenweise Entwicklung des menschlichen Geistes. Es wird nicht einfach verlangt «Liebe den Nächsten!», sondern diese Seite der Güte wird dem Menschen in Stufenreihe verständlich gemacht. Der Islam hat nicht nur ein vorbestimmtes Ziel, das er dem Menschen vorzeichnet. Der Mensch erreicht sein Endziel, indem er viele Einzelziele, eines nach dem anderen, passiert. Die Güte z.B. gegenüber dem anderen wird in drei Stufen abgewandelt: Güte für Güte als Dankbarkeit und Erwiderung; Güte ohne Gegengüte, auch jenen gegenüber, von denen man auch keine Vergeltung erwartet. Die höchste Stufe: Güte gegenüber Mitmenschen, wie man sie den Eigenen erweist, wie z.B. die Güte der Mutter gegenüber dem Kinde. Natürlich kann man es nicht von jedem erwarten, die höchste Stufe zu erreichen, aber die Stufenfolge gibt allen Hoffnung und ermutigt sie, immer höher und höher zu steigen, ohne angesichts des höchsten Zieles zu verzweifeln oder in Selbstzufriedenheit zu geraten.

Die Lehre des Islams ist auch dem praktischen Leben dienende Anleitung. Diese Verbindung von gläubiger Hingabe an den Einen Gott und praktischer Unterweisung ist es, was den Islam einzigartig macht.

Auf dem sozialen Gebiet regelt der Islam die Verhältnisse zwischen den verschiedenen Sozialeinheiten, wie z.B. Familie, Arbeitgeberund Arbeitnehmer, Staat und Burger und sogar zwischen Staaten und Völkern.

Der Islam erhebt den Anspruch darauf, alles Notwendige und nicht überflüssiges zu enthalten.

Der Islam betrachtet die menschliche Natur nicht als sündhaft und böse, wie s,e die christliche Lehre darstellt. Jedes Neugeborene ist mit einer reinen und sauberen, gottesfürchtigen Natur ausgestattet. Die Theorie von der Erbsünde fällt somit dahin.

Der Islam anerkennt kein geweihtes Priestertum. Im Islam ist keine Rede von der ewigen Verdammung. Während die Freuden des Himmels ewigdauernd sind, sind die Qualen der Hölle nur vorübergehenden

Charakters. Nicht zuletzt sei die absolute und kompromisslose Einheit Gottes im Islam erwähnt, der gar keine Theorien und Diskussionen über den Einen Gott zulasst. Auch sei die Tatsache erwähnt, dass der Islam durch das praktische Beispiel des Propheten Mohammad bereichert wurde, der in seinem Leben alle  denkbaren Geschicke durchmachte und die Lehre in die Praxis umsetzte, um als Vorbild zu dienen

Es steht nirgends im Qur-ân, die Lehre sei für dieses oder jenes Volk allein bestimmt, im Gegensatz zur Lehre im Neuen Testament, die sich nur an die Israeliten wendet.

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Deutsche Übersetzung des Heilige Qur-âns