Häufig gestellte Fragen über Islam

Frage : Alles Böse, Hassenswerte wird dem Islam in die Schuhe geschoben! Warum ?

ANTWORT: Es sind nicht die wahren Kenner des Islams, die das tun. Vielmehr sind es die Unwissenden mit falscher Orientierung und einer Klappe über ihren Augen, gelegt durch jene Interessengruppen, die dem Islam nicht nur bewusst, sondern auch vorsätzlich schaden wollen - um ihre eigenen Interessen zu wahren. Unglücklicherweise ist solchen Leuten diese Arbeit weitgehend gelungen. Dabei haben sie «Schützenhilfe» erhalten durch solche «Muslims», die den Islam für ihre politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Zwecke missbrauchen. Zur Erreichung ihrer Ziele ist ihnen jedes Mittel heil, auch das, was den Islam mit Bestimmtheit in Misskredit bringt.

Wenn diese Leute für ihre Ziele einen Kampf - einen gerechten oder ungerechten - führen, geben sie ihm den Namen Jehad, ohne auch nur eine blasse Ahnung vom Sinn und Bedeutung dieses Wortes zu haben.

Der islamische Jehad ist seiner Natur nach Garant der Friedenssicherung, eine Erklärung der vollen Glaubensfreiheit für alle, eine Charta der Menschenrechte.

So umfassend ist die Bedeutung des Wortes Jehad, dass jeder Mensch sein ganzes Leben dafür einsetzen sollte, um diese Welt zu einem Ort des Friedens und der Sicherheit für alle zu machen. Er ist die Erfüllung des edlen und hehren Zwecks des menschlichen Lebens. Doch wie verdreht wird heute der Begriff Jehad dargestellt, und was geschieht heute im Namen des Islams, und was versteht der ahnungslose Außenstehende unter der Lehre des «Islams», der Terrorismus predige, die Menschenrechte verhöhne, den Fremdenhass schüre, die Frauen versklave, den anderen seine eigenen (zweifelhaften) Lehrsätze aufzwinge, Unruhen stifte, zum Kampf gegen die «Ungläubigen» aufrufe und die Menschenwürde in den Eimer werfe.

All das hat nichts mit den Lehren des wahren Islams zu tun. All das ist eine Entstellung und Verzerrung des Islams. Kein einziger Mensch wurde in der Zeit, da die Muslims die wahre Lehre des Islams befolgten, dazu gezwungen, den Islam unter Zwang und ohne innere Überzeugung anzunehmen. Kein einziger Abtrünniger musste seinen Glaubensabfall mit dem Leben bezahlen. Keinem Nichtmuslim wurden seine Menschen-rechte auf Grund seiner Glaubenszugehörigkeit abgeschnitten. Gewalt war und blieb ein Fremdwort im Islam; Zwang, Erpressung, Terror, Fremdenhass und dergleichen waren verpönt.

Was die Nichtmuslims im Westen im Spiegel der Praktiken einiger Muslime von heute als das Bild des Islams sehen, ist nicht Islam. Erstens spiegelt es die irreführenden Darstellungen des Islams durch seine Feinde wider. Zweitens stellt es das Bekenntnis und die Taten jener «Muslims» dar, die bei ihren unislamischen Lehren und ihren unislamischen Handlungen sich unbefugter- und ungerechterweise auf die Lehre des Islams berufen. Sie können sie weder theologisch noch geschichtlich auf den ursprünglichen Islam zurückführen. Mit anderen Worten, handelt es sich um verderbte Lehren und verderbte Praktiken, keinesfalls aber um Islam.

Im Grunde genommen und gerechterweise sollte man im Spiegel des Islams die grossen Propheten wie Abraham, Moses, Jesus, Mohammad - Friede sei mit ihnen allen - sehen und darin die friedfertige Lehre der Religionen schlechthin erkennen.

Zugegeben, die zwei entgegen gesetzten Pole sind schwer in Einklang zu bringen. Die jahrhundertealten, auf Vorurteile gegründeten Meinungen haben tiefe Wurzeln geschlagen.

Nichtsdestoweniger gibt es einen Schimmer der Hoffnung. Es gibt in der muslimischen Welt eine Richtung, die den seinerzeitigen Islam vertritt und alles nachträglich dem Islam Zugeschriebene vehement verwirft. Gemeint ist die Ahmadiyya-Bewegung des Islams, gegründet vor bald 110 Jahren durch den Imam Mahdi - den durch Gott Rechtgeleiteten, den religiösen Führer, der den Islam von allem menschlichen Beiwerk befreit, mit den ihm angedichteten Lehrsätzen und Praktiken aufräumt, dem Namen Islam eine Interpretation präsentiert, die dieser Religion Ehre tut, weil er sie wahrheitsgetreu und als die Vollendung sämtlicher religiösen Lehren richtig darstellt.

Der Islam der Ahmadiyya ist kein neuer Islam, sondern der gleiche Islam des 7. Jahrhunderts, dessen Sinn und Bedeutung schon in seinem Namen enthalten ist, nämlich Frieden überall auf jeder Ebene der menschlichen Gesellschaft, Friede zwischen Mitmenschen, Friede mit sich selbst und Friede mit dem Schöpfer. Alles, was Frieden verbreitet und fördert, ist islamisch, alles was Unfrieden stiftet oder predigt, ist unislamisch.

Wer die Interpretation des Islams durch die Ahmadiyya kennen lernt, wird nicht einen neuen Islam kennen lernen - obwohl dieser Islam anders als die bisherigen Vorstellungen sein wird -, sondern den ursprünglichen Islam, der die Menschen mit Menschen und den Menschen mit Gott verbindet, die Religion auch der früheren Propheten, deren Träger sie gewesen sind und deren Teile sie von Zeit zu Zeit überbrachten. Das ist ein Islam der Hoffnung für die Menschheit.

Er ist nicht der libysche, der algerische, der saudiarabische oder der pakistanische Islam, sondern Islam von Mohammad Mustafa (Friede und Segnungen Gottes seien mit ihm); ein Islam, der Frieden verbreitet, die Menschenrechte achtet, die Würde des Menschen nicht antastet, die Glaubens- und Gewissensfreiheit garantiert und von dem der Prophet sagte: Ein Muslim ist derjenige, vor dessen Zunge und Hand die anderen verschont bleiben.
 

Startseite

zurück zum Fragen über Islam Islam - Ahmadiyya
Deutsche Übersetzung des Heilige Qur-âns