Häufig gestellte Fragen über Islam

Frage : Was lehrt der Islam über das Verzeihen ? Haben auch andere als Jesus dieses schöne Gebot gepredigt ?

ANTWORT: Die Lehre vom Verzeihen haben auch Abraham, Buddha, Mohammad - um nur einige Beispiele zu nennen gebracht. Der Qur-ân ist voll von Stellen über die guten Beziehungen zu den Mitmenschen. Wer seinen Mitmenschen nicht verzeiht, kann auch nicht von Gott Verzeihung erwarten. Nach dem Propheten gibt es zweierlei Sünden, die Sünden gegen Gott und die Sünden gegen die Mitmenschen. Gott werde die ersteren vergeben, wenn man Reue zeigt, aber die Sünden gegenüber den Mitmenschen werden nicht vergeben, solange sie von den Geschädigten selbst nicht vergeben wurden.
Dass der Prophet diese Lehre nicht nur predigte, sondern auch vorlebte, bewies er im 21. Jahr seiner Berufung, als er als Herrscher nach seiner Heimatstadt Mekka zurückkehrte. Er und seine engsten Freunde und Anhänger hatten 13 lange Jahre die Verfolgungen der Mekkaner erlitten. Dann wurden sie gezwungen, Zuflucht in einer anderen Stadt, Medina, zu suchen. Auch hier waren sie von ihren Feinden nie in Ruhe gelassen worden. Nun hätte der Prophet die Möglichkeit gehabt, seine ehemaligen Verfolger streng zu bestrafen. Aber als sie alle vor ihm versammelt waren und er sie fragte, welche Behandlung sie jetzt von ihm erwarteten, antworteten sie unverschämt: «Wir erwarten von dir die gleiche Behandlung, die Joseph seinen Brüdern angedeihen liess.» Der Prophet erklärte: «Heute habe ich nichts gegen euch.»
Dieser großartige Akt der Verzeihung sucht seinesgleichen in der Geschichte. So ist die Lehre des Islams. Und so war die Praxis des Propheten.

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Deutsche Übersetzung des Heilige Qur-âns