Ahmadiyya im Dienst der Menschheit

 

Hazrat Mirza Nasir Ahmed Khalifatui Masih III hatte im Jahr 1970 einen Aufruf, >Nusrat Jahan Plan< genannt, erlassen mit dem Ziel, den afrikanischen Ländern durch die Errichtung von Schulen und medizinischen Kliniken bzw. Krankenhäusern zu helfen. Die Ahmadiyya-Gemeinschaft wurde aufgerufen, durch finanzielle Opfer die Verwirklichung dieses großen Projekts zu ermöglichen. Zwar hatte die Ahmadiyya-Bewegung schon lange vorher hier und dort mit dem Bau von Schulen und medizinischen Kliniken begonnen, aber durch den neuen Plan sollte die Aktivität auf diesem Gebiet neuen Auftrieb erhalten

Dieser Plan ist nun weit gediehen und die Arbeit der Ahmadiyya im Dienst der Menschheit wird von den betreffenden Staaten vor allem in Westafrika hochgeschätzt. Die Führung der Ahmadiyya nahm sich bei dieser wertvollen sozialen Arbeit vor, das durch diese Tätigkeit erwirtschaftete Geld wieder in Afrika zu investieren und keinen Heller für andere Zwecke zu verwenden, damit alles nur den afrikanischen Völkern zugutekommt, also ein Gegenpol zur Kolonialpolitik der Ausbeutung.

Sierra Leone schätzte die Arbeit der Ahmadiyya so sehr, daß die Regierung beschloss, zum Anlaß des 100-jährigen Jubiläums der Ahmadiyya-Bewegung des Islams eine Sonderbriefmarke herauszugeben und so der sozialen Arbeit der Ahmadiyya in ihrem Land Anerkennung zu zollen. Anlässlich seines Besuches in Westafrika im Februar 1988 beschloß der Khalifatui Masih IV, den Plan >Nusrat Jahan< von 1970 aufzuwerten und den afrikanischen Ländern dadurch auf die Beine zu helfen, daß Ahmadi - Ingenieure, -Fabrikanten, -Geschäftsleute und Ärzte auf freiwilliger Basis einige Länder Afrikas bereisen und Pläne ausarbeiten, wie die Ahmadiyya-Bewegung des Islams ihnen praktische Entwicklungshilfe durch die

Vermittlung von Know-how bieten könne. Das Oberhaupt hat die Ahmadi-Muslims auf der ganzen Welt aufgerufen ihre Dienste im gleichen Sinne auch für die Länder der ehemaligen Sowjetunion zur Verfügung zu stellen.

Im Jahr 1989 der Jubiläumsfeierlichkeiten, die im Sinne der Dankbarkeit zu verstehen waren, erließ das Oberhaupt einen weiteren Aufruf, für soziale Arbeit in Afrika und Indien einen Fonds aufzubauen und auf diese Weise in das zweite Jahrhundert der Bewegung zu treten.

Ebenfalls als Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber Gott wurde aus Anlass des Jubiläums beschlossen, in Rabwah (Pakistan) dem Hauptzentrum der Ahmadiyya, eine Siedlung von 100 neuen Wohnungen zu erstellen, damit die Minderbemittelten ein eigenes Dach über dem Kopf haben. Die Einheiten solcher Hauser erhielten den Namen >Buyut-ul-Hamd< , d h >Häuser zur Lobpreisung< (Gottes).

Im Jahr 1992 wurden alle Gemeinden aufgerufen, die Not der Flüchtlinge aus Bosnien-Herzegowina lindern zu helfen die Flüchtlinge zu besuchen, sie bei sich einzuladen und ihnen das Gefühl zu geben, daß wir ihr Leid teilen Die deutsche Gemeinde hat überdies viele Tonnen Hilfsgüter (Medizin, Kleidung, Nahrung) in Lastwagenkonvois nach Bosnien gebracht und der bosnischen Regierung Hunderttausende von Mark zur Verfügung gestellt. In allen westlichen Ländern haben die Ahmadiyya-Gemeinden diesem Aufruf Folge geleistet und Kontakte mit den Bosnien-Flüchtingen aufgenommen. Auch durch Blutspenden dienen die Ahmadi-Muslims den Mitmenschen.
 

 

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