DER UNTERSCHIED ZWISCHEN DEN AHMADI

UND DEN NICHT-AHMADI-MUSLIMEN

 

Dies ist eine Rede, gehalten von Maha Dabbous, einer arabischen Ahmadi-Dame, im New Ahmadi Forum in Hartlepool.

 

Inhalt

 

  1. Warum Unterscheid ?

  2. Allah

  3. Engel

  4. Bücher Göttes

  5. Propheten Gottes

  6. Der Heilige Prophet

 

Warum Unterscheid ?

 

Es wird oft gefragt: »Was ist der Unterschied zwischen Ahmadis und Nicht-Ahmadis, sind sie beide Muslime, und warum gibt es ständig eine Debatte zwischen ihnen^«

Nicht-Ahmadis haben behauptet, daß Ahmadis keine Muslime seien, während die Ahmadis selbst für sich beanspruchen, diejenigen zu sein, die wirklich den wahren Lehren des Islams folgen.

Wie kann entschieden werden, wessen Forderung die Wahre ist«?

Der einfachste Weg, diese Angelegenheit beizulegen ist, das Urteil im Heiligen Qur-ân zu suchen, von dem alle Muslime glauben, ob sie nun Ahmadis oder Nicht-Ahmadis sind, daß er das offenbarte Wort Gottes ist.

Doch zuerst sollte klargestellt werden, daß mit Nicht-Ahmadis die Mehrzahl der Muslime in allen Teilen der Welt gemeint ist, die die Botschaft der Ahmadiyyat nicht akzeptiert; aber natürlich kann es einige einzelne Muslime unter ihnen geben, die in ihrem Glauben und Benehmen vom Hauptstrom der Gedanken und Praktiken abweichen.

Nun wollen wir die Streitfrage zwischen Ahmadis und Nicht-Ahmadis im Lichte des Heiligen Qur-âns analysieren. Kapitel 2, Vers 286 legt dar:

»Dieser Gesandte glaubt an aas, was zu ihm herabgesandt wurde von seinem Herrn, und (also) die Gläubigen: sie alle glauben an Allah, und an Seine Engel, und an Seine Bücher, und an Seine Gesandten (und sprechen): >Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandtem und sie sagen: >Wir hören und wir gehorchen. Uns Deine Vergebung, o unser Herr! und zu Dir ist die Heimkehr<.«

Dieser Vers faßt in einigen Worten die Punkte zusammen, an die jeder wahre Muslim glauben muß.

Natürlich glauben alle Muslime an Allah und Seine Engel, Bücher und Gesandten, aber wenn wir die Essenz dieses Glaubens studieren, finden wir einen sehr großen Unterschied zwischen Ahmadis und Nicht-Ahmadis.

Wir wollen zuerst den Glauben an Allah betrachten.

 

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Allah

 

Alle Muslime glauben an die Existenz Allahs. Sie alle glauben-, daß Er Der Eine Gott ist, ohne Partner und daß Er das höchste Wesen ist, Das das Universum erschaffen hat und alles, was in diesem ist.

Aber wenn es zu Seinen Kräften und Attributen kommt, werden wir einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Glauben der Ahmadis und der Nicht-Ahmadis finden.

Nicht-Ahmadis glauben, daß Gott sie sehen und hören, aber nie zu ihnen ihnen sprechen kann. Sie glauben, daß Er in der Vergangenheit zu den Menschen zu sprechen pflegte, das nun aber eingestellt hat. Er hört sich ihre Gebete an, aber

Er beantwortet sie nicht. Er hat das Universum erschaffen und all das niedergesandt, was Seine Schöpfungen brauchten, dann setzte Er Sich hoch auf Seinen Thron im Himmel, um ruhig zu beobachten, was Seinem Königreich geschah. Er pflegte in der Vergangenheit Seine Gesandten zu schicken, um ihr Volk zu leiten, aber Er hat aufgehört, dies jetzt zu tun. Sie glauben, daß die Muslime heute in Ordnung sind und keinen göttlichen Führer brauchen, um ihnen den wahren Weg Gottes zu zeigen, denn alles ist im Qur-ân enthalten.

Was Ahmadis betrifft, so glauben sie, daß Gott ein lebendiger Gott ist, und da Er sie sieht und hört, spricht Er auch zu ihnen. So wie Er in der Vergangenheit sprach, so spricht Er auch heute noch zu Seinen wahren Dienern. Keine Seiner Kräfte kann jemals aufhören zu funktionieren. Er hört die Gebete der aufrichtigen Bittsteller und beantwortet sie. Er lebt nicht nur hoch im Himmel, sondern Er lebt auch sehr nah und in Seinen wahren Verehrern. So wie Er im Heiligen Qur-ân sagt:

»Wir sind ihm (dem Menschen) näher als die Halsschlag ader.« (50:17)

Es ist wahr, daß Er Seine Schöpfungen mit all dem versorgt hatte, was sie brauchten, aber trotzdem sendet Er immer noch Seine Versorgung herab, wann immer sie von ihnen gebraucht werden, und Er wird es immer fortsetzen, Seine Schöpfungen mit all ihren Bedürfnissen zu versorgen, denn Er ist der Große Erhalter.

Es ist wahr, daß Er den Heiligen Qur-ân niedergesandt hat, der all die göttliche Führung enthält, die der Mensch wahrscheinlich bis zum Ende der Zeit benötigen könnte, aber dennoch glauben die Ahmadis, daß ein Muslim Gottes Hilfe braucht, um den richtigen Weg zum Nachfolgen der Lehren des Qur-âns gezeigt zu bekommen.

Ahmadis glauben, daß keiner seinen Schöpfer wirklich kennen kann, solange er nicht eine lebendige Verbindung zu Ihm hat. Niemand kann Gott erreichen, solange er nicht von Gott Selbst geführt wird. Darum hat Gott Seine Verehrer das qurânische Gebet gelehrt:

»Führe uns auf dem geraden Weg.« (1:6) Die Ahmadis glauben, dass Gott immer da ist, um Seine wahren Diener zu führen und um sie zu unterstützen, da durch daß Er Seine Engel niederschickt.

Dies führt uns zum zweiten Glaubensartikel, der den Glauben an die Engel betrifft.

 

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Engel

 

Alle Muslime glauben an die Existenz der Engel. Sie alle glauben, dass diese Wesen sind, im Dienste Gottes ergeben, um bestimmte Aufgaben zu verrichten.

Aber die Vorstellungen der Nicht-Ahmadi-Muslime sind sehr verschieden von der der Ahmadis, was das Wesen der Engel betrifft.

Nicht-Ahmadis denken, daß die Engel irgendwie seltsame und mysteriöse Wesen seien, die mit ihren Flügeln um uns herum fliegen, die wir jedoch nicht sehen können. Leute pflegten sie in der Vergangenheit zu sehen und durch sie Botschaften von Gott zu empfangen, und sie kamen, um Gottes wahren Dienern Hilfe zu bringen, wann immer sie diese nötig hatten. Aber sie glauben, daß all dies heute nicht mehr geschehen kann

Was die Ahmadis anbelangt, so glauben sie nicht an diese merkwürdige Vorstellung von Engeln. Sie glauben, daß Gott den Engeln die Kontrolle, die Leitung und die Überwachung der Angelegenheiten der physischen Welt anvertraut hat. Neben diesem ist es ihre schwere Aufgabe, Gottes Botschaften und Seinen Willen zu Seinen Dienern zu tragen. Also sind die Engel die Mittel, durch die Gott mit Seinem Volk kommuniziert und durch die er ihnen Seine Offenbarungen hinabsendet.

Daher beinhaltet der Glaube an die Engel auch den Glauben an Offenbarung. Was die Flügel der Engel betrifft, so glauben Ahmadis, daß diese ein Symbol für Kraft und Fähigkeit sind, weil die Engel die Offenbarungen tragen, durch die sich die göttlichen Attribute manifestieren. Sie glauben, daß die Engel heute immer noch dieselbe Aufgabe verrichten, wie sie es in der Vergangenheit zu tun pflegten, und daß sie immer noch die göttlichen Botschaften von Gott Seinen wahren Dienern übermitteln, denn Gott sagt im Heiligen Qur-ân:

»Die aber sprechen >Verse Herr ist Allah, und dann standhaft bleiben - zu ihnen steigen die Engel nieder (und sprechen);

> fürchtet euch nicht und seid nicht betrübt, sondern freuet euch des Paradieses, das euch verheißen ward. Wir sind eure Freunde in diesem Leben und im Jenseits. In ihm werdet ihr alles haben, was eure Seelen begehren, und in ihm werdet ihr alles haben, wonach ihr verlangt - eine Gabe von einem Vergebungsreichen, Barmherzigem.« (41:31-33) Diese Verse legen klar dar, daß die Engel Gottes nicht nur zu den Propheten Gottes niederstiegen, sondern auch zu Seinen wahren Dienern, die Ihn alleine verehren und Seinen Geboten gehorchen.

Die Nicht-Ahmadis verleugnen das Herabsteigen von Offenbarung in der jetzigen Zeit, und somit verneinen sie ihren Glauben an die Engel, und sie ignorieren diesen sehr deutlichen Vers des Heiligen Qur-âns.

Was die Ahmadis betrifft, so glauben sie nicht nur, daß Offenbarung weiterhin vom Himmel herabsteigt, sondern sie beweisen dies auch praktisch; Viele wahre und aufrichtige Ahmadis heute genießen eine lebendige Verbindung mit ihrem Schöpfer, und durch sie offenbart Gott viele Seiner Kräfte, und Er zeigt viele Zeichen, in ihrer Unterstützung beweisen sie somit, daß Gott wahrhaftig zu ihnen spricht, und daß Er wirklich Seine Engel niedersendet, um sie zu unterstützen.

Manche von ihnen werden so vollkommen dem Dienste Gottes ergeben, daß sie so werden, als ob sie selbst Engel im Bild eines Menschen wären. Somit werden sie die Verkörperung der Engel auf der Erde.

Der dritte Glaubensartikel ist der Glauben an die Bücher Gottes oder die göttliche Schrift.

 

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Bücher Gottes

 

Wiederum sind es alle Muslime, die an die göttliche Quelle all der Bücher, die von Gott offenbart wurden, glauben, und natürlich glauben sie alle, daß der Heilige Qur-ân das letzte göttliche Buch ist, das das vollendete Gesetz und die perfekte Führung beinhaltet, der die Menschheit bis zum Ende der Zeit folgen muß.

Aber wenn es wiederum auf das Praktizieren der Lehren des Heiligen Qur-äns ankommt, sehen wir, daß die Nicht-Ahmadi-Muslime nur mit Worten an ihn glauben und nicht durch aktives Verhalten.

Es "ist natürlich unmöglich, in diesem begrenzten Raum alle Lehren des Heiligen Qur-äns zu behandeln, aber nur um der Erläuterung willen folgen nun einige Beispiele.

Zu allererst, da der Heilige Qur-än das perfekte göttliche Buch ist, sollte ihm gebührender Respekt zuteil werden, aber wir sehen, daß die Nicht-Ahmadi-Muslime es heute entehren. Es ist wahr, daß sie das Buch physisch respektieren, und sie platzieren es hoch oben auf ihren Bücherschränken, aber zur selben Zeit glauben sie einiges, das es entehrt.

Zum Beispiel glauben sie, daß einige Verse des Heiligen Qur-âns, die in den Anfangsstadien offenbart wurden, durch andere aufgehoben wurden, die später offenbart worden waren.

Dies degradiert die Position des Heiligen Qur-âns, der das endgültige und perfekte Wort Gottes ist, und der dies betrachtend erklärt:

Islams in der Welt kümmern. Einige von ihnen erfreuen sich sehr weltlicher Angelegenheiten, so daß sie alles vergessen, was ihre Pflichten gegenüber ihrem Schöpfer und Seiner Religion betrifft. Andere sind sich ihrer Religion bewußt, praktizieren sie jedoch in einer sehr passiven Weise. Sie versuchen zwar selbst, den Lehren des Islams zu folgen, aber sie bemühen sich nicht im geringsten, diese Botschaft anderen zu übermitteln.

Einige sagen einfach, daß Gott sehr mächtig ist und daß Er auf Seine Religion Selber achten kann. Aber natürlich gibt es immer noch einige unter ihnen, denen die Notwendigkeit der Verbreitung der islamischen Botschaft in der Welt bewußt ist.

Leider tun sie dies oft auf gewaltsame Art und Weise, und sie haben einige falsche Ansichten über die wahre Bedeutung des Strebens auf dem Wege Allahs, was im Arabischen >Jihad< genannt wird.

Sie glauben, daß der Islam in der Vergangenheit mit dem Schwert verbreitet wurde und deshalb heute immer noch mit Gewalt verbreitet werden muß. Sie ignorieren den deutlichen qur-anischen Befehl:

»Es soll kein Zwang sein im Glauben. Gewiß, Wahrheit ist nunmehr deutlich unterscheidbar von Irrtum.« (2:257) Sie verstehen nicht, daß die Wahrheit sehr deutlich ist für jemanden, der daran interessiert ist, sie zu sehen. Einige von ihnen glauben auch, daß es tugendhaft ist, alle Nicht-Muslime auf der Welt zu töten, und indem sie diesen unwahren Glauben halten, werden sie sehr gewalttätig, verbreiten Terrorismus und verursachen eine Menge Mord und Blutvergießen. So ist es, daß sie, statt die Menschen dem Islam näher zu bringen, zu dem Grund geworden sind, der die Menschen von ihm wegzieht.

Eine weitere Lehre des Heiligen Qur-âns ist die Einheit der Muslime. Gott befiehlt ihnen das, indem er sagt:

»Und haltet euch allesamt fest am Seile Allahs, und seid nicht zwieträchtig.« (3:104)

 Dieser Vers weist die Muslime an, sich alle zusammen unter dem Banner des wahren Islams zu vereinen.

Wenn wir nun die Nicht-Ahmadi-Muslime heutzutage betrachten, finden wir sie in eine endlose Anzahl von Sekten aufgeteilt. Nicht nur, daß sie sich zerstritten haben und sich über die wahren Lehren des Islams uneinig sind, sondern sie bekämpfen sich gegenseitig bitterlich und schlagen sich. Es ist sehr traurig heute zu sehen, daß in verschiedenen Teilen der Welt die Muslime sich gegenseitig umbringen, anstatt ihre Kräfte zu vereinen und gegen das Böse zu einem starken Element vereint zu kämpfen.

Andererseits sehen wir, daß die Ahmadi-Muslime in einem Körper vereint sind und daß sie unter einer Führung allein friedlich den Islam verteidigen und die Kräfte bekämpfen, die seinen Fortschritt bedrohen.

Man könnte sagen, daß die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde noch eine weitere Sekte ist, die sich vom Hauptkörper des Islams abgetrennt hat und von dessen rechtem Weg abgekommen ist, aber dies ist nicht wahr, denn wenn man die Geschichte von Ahmadiyyat untersucht und wie es gegründet wurde, wird man deutlich sehen, daß nie ein rebellisches Motiv hinter ihrer Gründung stand.

Der Gründer der Gemeinde (Friede sei auf ihm) war nie an weltlichen Gewinnen oder Macht interessiert. Er lud die Leute demütig dazu ein, den wahren Lehren des Islams zu folgen, die durch die vergangenen Jahrhunderte hindurch vergessen worden waren. Er war nie daran interessiert, selbst zu einem Führer zu werden, aber er lud die Menschen immer ein, sich unter dem Banner des Islams zu vereinen und ihren wahren Schöpfer anzubeten. Dies beweist schon die Wahrheit seines Anspruches, ein göttlicher Reformer zu sein, denn Gott sagt im Heiligen Qur-ân:

»Es geziemt einem Menschen nicht, wenn Allah ihm aas Buch und die Herrschaft und das Prophetentum gibt, daß er zu den Leuten spricht: >Seid meine Diener statt Allahs<; sondern:

>Seid einzig dem Herrn ergeben, da ihr ja die Schrift lehrt und euch (in sie) vertiefte Noch daß er euch gebieten sollte, die Engel und die Propheten zu Herren anzunehmen. Würde er euch Unglauben gebieten, nachdem ihr euch (Gott) ergeben haht^« (3:80 und 81)

Diese Verse liefern ein sehr wichtiges Erkennungsmerkmal um die Wahrhaftigkeit irgendeines Beanspruchenden des Prophetentums oder einer göttlichen Mission zu beurteilen. Wir können deutlich sehen, daß der Gründer der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde (Friede sei auf ihm) seine Wahrhaftigkeit bewiesen hat, gemäß dem, was in diesen Versen erwähnt ist, denn sein wahres Ziel war es, die Leute dazu einzuladen, Allah zu verehren und einzig Ihm ergeben zu sein. Seine Anhänger lehnten sich auch nie gegen ein qur-änisches Gebot auf oder schändeten es.

Andererseits wurden sie selbst allen möglichen Angriffen der anderen Muslime ausgesetzt, und sie ertragen diese aggressiven Angriffe immer noch mit großer Duldung und Geduld. Sie wichen nie vom richtigen Weg des Islams ab, im Gegenteil, sie kehrten eigentlich zu ihm zurück und vereinten sich zusammen unter seiner Flagge. Es ist offensichtlich, daß der Samen zur Einheit, der Muslime einmal mehr von Ahmadiyyat in der Welt gesät wurde.

Nun kehren wir zurück zu dem ursprünglichen Vers, mit dem ich begann, um zum letzten Glaubensartikel zu kommen, an den jeder Muslim glauben sollte. Dies ist der Glauben an die Propheten Gottes.

 

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Propheten Gottes

 

 Es besteht ein fortwährender Streit zwischen Ahmadis und Nicht-Ahmadis die Propheten betreffend. Zuerst unterscheiden sie sich in ihrem Glauben über die vergangenen Propheten.

Nicht-Ahmadis schließen aus den Geschichten, die im Heiligen Qur-ân erwähnt werden, daß diese Propheten viele Sünden begangen haben. Aber die Ahmadis sind anderer Ansicht. Sie glauben, daß die Hauptmission der Propheten Gottes war, die göttlichen Gebote zu ihrem Volk zu bringen und auch selbst nach diesen zu handeln, so daß sie zu perfekten Vorbildern wurden, denen andere dann folgen konnten. Das bedeutet, daß die göttlichen Propheten nie sündigen können, denn sonst wären sie ein schlechtes Beispiel für ihre Anhänger. Gott Selbst hat sie auserwählt, und Er weiß, wer dazu geeignet ist, Ihn zu repräsentieren. Er sagt im Heiligen Qur-ân:

»Allah weiß am besten, wohin Er Seine Botschaft legt.«(6:125) Deshalb weiß Gott am besten, wer geeignet ist, Sein Botschafter zu sein und wer nicht. Es ist unmöglich, daß Gott der Allmächtige, einen Botschafter auswählt, der irgendwie Sünden begeht oder Ihm in irgendeiner Weise ungehorsam ist.

Ahmadis glauben auch, daß die qur-änischen Geschichten über die vergangenen Propheten nicht lediglich Erzählungen der Vergangenheit sind, sondern daß sie in sich große Weisheit tragen und den Muslimen viele Lektionen erteilen. Sie glauben auch, daß diese Geschichten Prophezeiungen über zukünftige Ereignisse enthalten.

Ein weiterer Streitpunkt zwischen Ahmadis und Nicht-Ahmadis ist das, was sie über Jesus, den Sohn der Maria (Friede sei auf ihm), glauben.

Nicht-Ahmadis schreiben Jesus einige Kräfte zu, die nur Gott besitzen kann. Zum Beispiel glauben sie, daß er tote Menschen ins Leben zurückrufen und lebende Vögel aus Ton erschaffen konnte. Sie glauben auch, daß er nie starb, sondern daß er jetzt irgendwo im Himmel lebt und daß er eines Tages auf die Welt zurückkommen wird, um die Muslime zu rettet! und den Sieg des Islams herbeizuführen. Ahmadis glauben, daß, obwohl Jesus, Sohn der Maria (Friede sei auf ihm) ein wahrer göttlicher Prophet war, er dennoch ein gewöhnlicher Mensch war, wie jeder andere auch. Die Wunder, von denen berichtet wird, daß er sie vollbrachte, haben alle eine symbolische Bedeutung. Also bedeutet seine Fähigkeit, die Toten zum Leben zu erwecken, daß er den Menschen spirituelles Leben einhauchen konnte, die der Spiritualität beraubt waren. Die Schöpfung der Vögel bedeutete, daß er gewöhnliche Leute dazu bringen konnte, zu erhöhten spirituellen Rängen zu gelangen , so wie Vögel sich hoch in den physischen Himmel aufschwingen und seine erhabenen Regionen erreichen.

Ahmadis glauben auch, daß Jesus (Friede sei auf ihm) nicht am Kreuz starb, aber sie glauben nicht, daß er danach nie starb und daß er mit seinem physischen Körper in den Himmel gehoben wurde, weil dies gegen das göttliche Naturgesetz ist. Sie glauben, daß er nach seiner Befreiung von der Kreuzigung in den Osten emigrierte, um die göttliche Botschaft den Resten der jüdischen Stämme Israels zu überbringen, die in diesen Regionen lebten. Er kam bis nach Kaschmir und starb dort eines natürlichen Todes, als er 120 Jahre alt war.

Was die Prophezeiungen über sein zweites Erscheinen angeht, so glauben die Ahmadis, daß dies bedeutet, daß eine andere Person kommen wird, die ihm vollkommen ähnelt und die mit einer Mission beauftragt ist, die der seinen gleicht. Genau in derselben Art und Weise wie Jesus es selbst in der Bibel erklärte, als er klarstellte, daß das Erscheinen von Johannes dem Täufer in der Tat die Erfüllung der Prophezeiung aus dem alten Testament ist, die die zweite Ankunft von Elias (Friede sei auf ihm) betraf.

Ahmadis glauben, daß die Prophezeiungen, die das zweite Erscheinen Jesu, Sohn der Maria (Friede sei auf ihm), betreffen, durch die Ankunft von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (Friede sei auf ihm), dem Verheißenen Messias, der vor 100 Jahren in Qadian/Indien lebte, erfüllt wurden. So wie der Messias der Juden kam, um deren Religion zu reformieren, so kam auch der Messias der Muslime, um deren Islam wiederzubeleben und die falschen Glaubensvorstellungen zu korrigieren, die sich in ihn eingeschlichen hatten. Er belebte wieder seine wahren Lehren, die dem Heiligen Propheten des Islams (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) vor über 1400 Jahren offenbart worden waren.

Die Nicht-Ahmadis haben einige Glaubensaspekte, die den Heiligen Propheten (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) selbst betreffen, und die seine herausragende Position beschädigen.

 

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Der Heilige Prophet

 

Neben vielen anderen falschen Glaubenspunkten glauben sie, daß er der letzte Prophet war und daß er auf die Welt kam, um der größten göttlichen Segnung ein Ende zu bereiten.

Die Ahmadis glauben, daß er nicht der letzte Prophet war, sondern das Siegel der Propheten, und es gibt einen großen Unterschied zwischen diesen beiden Punkten. Sie glauben, daß er der letzte gesetzbringende Prophet war, der das perfekte und endgültige göttliche Gesetz und die Leitung für die Menschheit brachte, und daß er der Beste aller Propheten war und das beste Vorbild, das mit allen göttlichen Segnungen zur Menschheit kam, weil Gott ihn im Qur-ân anspricht, indem Er sagt:

»Wir entsandten dich nur als eine Barmherzigkeit für alle

Welten.« (21:108) Ahmadis glauben, daß die Segnungen des Prophetentums das beste aller göttlichen Geschenke ist, deshalb konnte der Heilige Prophet (Friede und Segnungen Allahs seien auf ihm) nicht kommen, um die Menschheit dieser großen Segnungen zu berauben, sondern - im Gegenteil - kam er, um seine wahren Anhänger zu lehren, wie sie diesen erhöhten spirituellen Rang erreichen könnten.

Dies wird durch den Vers des Heiligen Qur-âns bestätigt, der lautet:

»Wer Allah und dem Gesandten gehorcht, soll unter denen sein, denen Allah Seine Huld gewährt hat, nämlich unter den Propheten, den Wahrhaftigen, den Blutzeugen (Märtyrern) und den Gerechten; und das sind die besten Gefährten.« (4:70)

Dieser Vers erklärt, daß jeder, der Allah und dem Heiligen Propheten (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) gehorcht, eine dieser vier erhöhten spirituellen Positionen erlangen kann und zu den Propheten, den Wahrhaftigen, den Märtyrern oder den Rechtschaffenen gezählt werden kann. Also kann ein vollkommen ergebener Muslim zur Position des Prophetentums gelangen.

Dies wurde von Hazrat Mirza Chulam Ahmad (Friede sei auf ihm) erreicht, der der ganzen Welt bewies, daß sogar heute noch jeder zu dieser erhöhten spirituellen Position gelangen kann, vorausgesetzt, daß er vollkommen den Schritten des Heiligen Propheten (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) folgt.

Die Nicht-Ahmadi-Muslime glauben nicht an sein Prophetentum, und so ist ihr Glaube gemäß dem Vers 2:286, mit dem ich begann, nicht vollständig, denn dieser Vers endet, indem er sagt, daß die wahren Gläubigen keinen Unterschied zwischen Gottes Gesandten machen! So ist es also nicht genug für einen Muslim, an einige Propheten zu glauben, sondern es ist auch wesentlich, daß er an alle Propheten Gottes glaubt, ohne einen Unterschied zwischen ihnen zu machen. Wenn zu irgendeiner Zeit Gott Selbst - aus Seiner unbegrenzten Weisheit heraus - gesehen hatte, daß die Welt einen göttlichen Reformer braucht, dann ist es für jeden bindend, ihn zu akzeptieren.

Der Verheißene Messias (Friede sei auf ihm ) kam zur Welt, als ein großes Bedürfnis nach ihm bestand. Er kam, als der Islam, die vollkommene und endgültige göttliche Religion, aus allen Richtungen angegriffen wurde und als seine wahren Lehren missverstanden und in manchen Fällen sogar von den eigenen Anhängern verworfen wurden. Seine An-kunft brachte eine spirituelle Revolution in die Welt, was durch seine wahren Anhänger in allen vier Richtungen der Welt offenbar wird. Neben der spirituellen Überlegenheit der Ahmadis sollten wir nicht die anderen Aspekte ihres Vorranges und ihrer Vorherrschaft vernachlässigen.

Wenn wir die Mitglieder der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde heute beobachten, so werden wir sehen, daß sie verglichen mit anderen Muslimen von der Anzahl her sehr gering sind und sehr wenig weltliche Mittel zur Verfügung haben, und doch sind die Dienste, die sie dem Islam leisten, nie von allen anderen muslimischen Sekten zusammen gezeigt oder geleistet worden, und dies beweist, daß die göttliche Hilfe und Unterstützung immer auf ihrer Seite ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, daß die Mitglieder der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde heute die einzigen Muslime sind, die das Khalifat genießen, die göttliche Einrichtung, die von Gott versprochen wurde, nur den wahren Muslimen verliehen zu werden. Allah sagt im Heiligen Qur-ân:

»Verheißen hat Allah denen unter euch, die glauben und gute Werke tun, daß Er sie gewisslich zu Nachfolgern (Khalifa) auf Erden machen wird, wie Er jene, die vor ihnen waren, zu Nachfolgern machte; und daß Er gewisslich für sie ihre Religion befestigen wird, die Er für sie auserwählt hat; und daß Er gewisslich ihren (Stand), nach ihrer Furcht, in Frieden und Sicherheit verwandeln wird.« (24:56)

Gott hat Sein Versprechen wirklich erfüllt, da die Ahmadis die wahren Gläubigen sind, die die wirklich guten Taten verrichten, Allah hat sie heute zu Seinen einzigen Nachfolgern auf der Welt gemacht. Die Ahmadis sind heute die einzigen Menschen, die die Sicherheit des wahren göttlichen Khalifats genießen. Sie arbeiten alle als ein starker Körper, einem Führer folgend, um die Einheit Gottes in der Welt zu befestigen, und durch die Gnade Allahs sind sie immer erfolgreich in ihrer Mission.

Die Botschaft des wahren Islams hat schon die vier Ecken der Welt erreicht, aufgrund der Bemühungen der Mitglieder der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde, die schnell in ihrer Anzahl wachsen. So wie es dem Verheißenen Messias (Friede sei auf ihm) prophezeit wurde, wird es nicht mehr lange dauern, bis die ganze Welt sich dem wahren Islam zuwendet, um ihn zu akzeptieren und die Erde mit rechtschaffenen

Menschen anzufüllen, die alle zusammen die Einheit Gottes befestigen werden. Möge Allah uns dazu befähigen, immer unter seinen wahren Dienern zu sein, die Seine Botschaft der Menschheit überbringen werden.

Amen.

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