Baiát (Beitritts)

Es gibt folgende von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad von Quadian dem Verheißenen Messias und Mahdi (Friede sei auf ihn) festgelegten zehn Bedingungen des Bai´at (Beitritts) in die Ahmadiyya-Bewegung des Islam.

  1. Der Beitretende soll feierlich versprechen, sich das Schirk (Beigesellung irgendeines Partners mit Gott) geradewegs bis zum Tage seines Todes zu enthalten.

  2. Er soll sich von Falschheit, Unzucht, Ehebruch, Vergehen der Augen, Ausschweigung, Verschwendung, Grausamkeit, Unehrlichkeit, Frechheit und Rebellion fernhalten; und es sich selbst nicht erlauben von Leidenschaften fortgezogen zu werden, wie stark immer es sein Mögen.

  3. Er soll regelmäßig in Einklang mit den Geboten Gottes und denen des Heilligen Propheten die fünf Tägliche Gebete verrichten; und sich bestens bemühen, regelmäßig das Tahajjud (Freiwilliges Gebet vor der Morgendämmerung) darzubieten und Darood (Segnungen) auf den Heilligen Propheten herabzurufen; er soll es sich zur täglichen Routine machen, um Vergebung seiner Sünden zu bitten, sich der Wohltaten Gottes zu erinnern und Ihn zu preisen und zu verherrlichen.

  4. Er soll unter dem Einfluss irgendwelcher Leidenschaften den Geschöpfen Allahs im allgemeinen und den Muslimen im besonderen kein Leid zufügen, weder durch seine Zunge, noch durch seine Hände noch durch irgendwelche anderen Mittel.

  5. Er soll Gott in allen Umständen seines Leben treu bleiben, in Sorge und Freude, Unglück und Wohlergehen, Glückseligkeit und Versuchungen; und er soll in allen Umständen dem Beschluss Allahs unterwürfig bleiben und sich bereithalten, allen Arten von Entwürdigungen und leiden auf Seinem Wege zu begegnen und sich von Ihm niemals angesichts irgendeines Unglücks abwenden; im Gegenteil, er soll voranschreiten.

  6. Er soll sich fernhalten von unislamischen Gebräuchen und lustvollen Abwandlungen, und er soll sich selbst der Autorität des Helligen Qur-âns vollkommen unterwerfen; und das Wort Gottes und die Aussprüche des Heilligen Propheten zu den leitenden Prinzipien auf jedem Lebensschritt machen.

  7. Er soll Stolz und Selbstgefälligkeit vollständig aufgeben und seine Leben in Bescheidenheit und Demut, Frohsinn, Selbstbeherrschung und Sanftmut vollziehen.

  8. Seine Glaube, die Ehre seines Glaubens und die Sache sollen ihm mehr wert sein als seine Leben, Eigentum, Ehre, Kinder und alles Liebe.

  9. Er soll sich selbst mit dem Dienst an Gottes Geschöpfen um seiner Willen beschäftigt halten; und soll sich bemühen, der Menschheit nach dem Besten seiner Gottgegebenen Fähigkeiten und Kräfte Wohl zu erweisen.

  10. Er soll in einem Bund der Brüderlichkeit mit diesem demütigen Diener Gottes treten, mir in allem Guten Gehorsam schwören, um Allahs willen, und treu daran festhalten bis zum Tage seines Todes. Er soll so Große Hingabe in der Beachtung dieses Bundes ausüben, dass ebensolche nicht in irgendeiner weltlichen Beziehung und Verbindung, die hingebungsvolle Pflicht, gefunden werden kann.

(Istehar Takmmel-e-Tabligh, 12. Januar 1889) (Übersetzung)
 

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