Ahmadiyya = Islam

            Die Ahmadiyya- Bewegung des Islams ist eine seltene – und man kann sagen einmalige – Erscheinung auf der Bühne der Religionen. In einem Sinne Kann sie als eine neuartige Bewegung bezeichnet werden, obwohl sie in ihren Ursprüngen und in ihrem Werdegang und im Verlauf ihrer Geschichte mit allen durch Gott gegründeten religiösen Bewegung der vergangenen Zeiten verblüffende Ähnlichkeiten aufweist.
            Die Ahmadiyya Bewegung nennt sich islamisch und ist eine integrierender Bestandteil des globalen Islams, bei dem es sich um den reinen und wahren Islam ohne menschliches Beiwerk handelt; innerhalb diese Islams ist sie alles, und außerhalb diese Islams ist sie nichts – sie hat somit keine Eigenständigkeit.
            Dennoch ist sie anders als das gewöhnlich verbreitete Bild des Islams in diesen Breitgraden. Kein Wunder, dass sie selbst von vielen Muslims verkannt und sogar verketzert wird. Der Islam der Ahmadiyya ist ein Bekenntnis zum Frieden unter dem Mitmenschen und Frieden zwischen Mensch und Gott, nicht zuletzt Frieden mit sich selbst.  
            Die Ahmadiyya – Bewegung des Islams ist eine ständige Einladung an alle Menschen, einer Gemeinschaft beizutreten, die die Ausrottung Ursache von Unruhe und Unfrieden auf die Fahne geschrieben hat. Der Islam der Ahmadiyya – Bewegung basiert auf dem festen Glauben, dass der Mensch zu einem edeln Zweck erschaffen wurde, nämlich, sich mit der Farbe der hohen Attribute Gottes zu färben und diese in seinem beschränkten menschlichen Rahmen zu entfalten, sodass der Mensch in seiner Person eine ständige Einladung zu Gott, dem Schöpfe, ist und gegenüber den Mitmenschen gültig, liebvoll, barmherzig, hilfsbereit und freundlich ist, wie es in einem viel größeren Ausmaß gegenüber Seiner Schöpfung ist.
            Weit weg von blindem Fanatismus und sich distanzierend von allen Terrorakten, jedem Zwang und Repressionen jeglicher Art, lehrt der Islam der Ahmadiyya echte Toleranz und die Wahrung der Menschenrechte auf jedem Gebiet des menschlichen Lebens. Der Islam der Ahmadiyya lehrt, dass wir alle zur Erfüllung des Zwecks unseres Daseins mit Fähigkeiten und Veranlagung ausgestattet worden sind, die wir richtig einsetzen müssen. Alles, was der Mensch hat, sich erwirbt oder verdient, ist nicht ausschließlich sein Verdienst, an dem die anderen keinen Anteil hätten. Vielmehr sind die Gaben Gottes, unser Schaffenskraft ein Vertrauenspfand, worüber wir dem Schöpfer gegenüber eine Rechenschaft schuldig sind.
                Diese Rechenschaft bedingt den Glauben an ein Leben nach dem Tod. Das in uns eingebaute Gewissen ist ein ständiger Mahner, der uns an unsere Verantwortung erinnert und uns vor Überheblichkeit schützt. Aber auch das Gewissen ist kein Zwang. Wir haben freie Wahl, unserem Gewissen zu gehorchen oder es beiseite zu lassen. Wir haben die Wahl zwischen Gut und Böse und werden nicht gezwungen, diesen oder jenen Weg einzuschlagen. Aber unsere freie Wahl, obwohl nicht absolut, ist groß, um uns für unser Tun oder lassen verantwortlich zu machen.
            Der Islam der Ahmadiyya gibt eine klar verständliche und einleuchtende Definition der Religion und sagt ausreichend über den Zweck der Erschaffung des Menschen aus. Dieser Zweck, wenn nicht erläutert, könnte in der heutigen Gesellschaft leicht zum einzigen Zweck, Gott zu dienen. Nun. Gottesdienst im Islam ist nicht eine beschränkte Tätigkeit, die sich in einem wöchentlichen Moscheebesuch erschöpft. Der Gottesdienst umfasst das ganze Leben eines jeden Menschen ungeachtet seiner hohen Stellung im Leben. Gottesdienst ist es, sein Leben so zu verbringen, dass man bei jeder seiner Handlungen nach dem Wohlgefallen Gottes trachtet. Dies geht über die täglichen Gebete, das Fasten oder das Almosenspenden hinaus.
            Was die Ahmadiyya – Bewegung des Islams von jeder anderen religiösen Gemeinschaft unserer Tage abhebt, ist der Umstand, dass ihr Gründer sich auf Gott beruft. Zudem ist sie heute die einzige Gemeinschaft, deren Mitglieder allesamt Rufer zu Gott geworden sind. Denn die heutigen Probleme der Menschheit werden nicht dadurch gelöst, dass über einen gewissen Streitpunkt die Großmächte übereinkommen, oder sich bereit erklären, sich an einen Tisch zu setzen. Das größte Bedürfnis der Menschen ist Gott, Der aus ihren Herzen so verschwunden ist wie ein entflogener Vogel. Ihn wieder zu finden wird der Anfang der Lösungen unserer Probleme sein. Darum war es notwendig, dass eine Gemeinschaft ins Leben gerufen wurde, die als Rufer zu Gott wirkt.
            Kurz, der Islam der Ahmadiyya ist eine Lehre der Nächstenliebe: der Begriff „ der Nächste“ erstreckt sich von dem unmittelbaren Nachbarn bis zu dem Mitmenschen im fernen China oder noch weiter.
            Das Moto der Ahmadiyya – Muslim lautet „ Liebe für alle und Hass für niemand“. Damit kein Missverständnis entsteht, muss klargestellt werden, dass der Islam der Ahmadiyya kein neuer Islam ist, sondern der reine Islam des Qur-âns als Lehre und des schönen Beispiel des Propheten Mohammad als Vorbild. Er ist jedoch nicht der Islam der heutigen Potentaten und der mächtigen Politiker, die sich Muslim nennen, den Islam aber für ihre niedrigen Zwecke missbrauchen.
 

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